Die Veranstaltung am Donnerstag, den 22.03.2012 findet im Audimax (Gebäude B) der Hochschule Biberach statt.

Hochschule Biberach

Gebäude B, Audimax

Karlstraße 11

88400 Biberach

http://www.hochschule-biberach.de/sections/service/wegbeschreibung

Prof. Dr.-Ing. Martin Becker

(Prodekan der Fakultät Architektur & Gebäudeklimatik, Studiendekan des Studiengangs Gebäudeklimatik)

Prof. Dr.-Ing. Alexander Floß

(Fachgebiet Energiesysteme, Konstruktion und Anlagenplanung an der Hochschule Biberach)

Dr. Maike Sippel:, 2003-2005 Aufbau und Geschäftsführung des Koordinierungsbüros der Global Marshall Plan Initiative in Hamburg, 2003-2006 Forschungsgruppe internationale Klimapolitik am hamburgischen Welt-Wirtschafts-Institut, seit Oktober 2011 Referentin für Nachhaltige Entwicklung an der Hochschule Konstanz.
Prof. Dr.-Ing. Roland Koenigsdorff: seit 1998 Professor an der Hochschule Biberach in dem Fachbereich Simulation und Bauphysik, Wissenschaftliche Leitung des Instituts für Gebäude- und Energiesysteme (IGE), Beauftragter der Hochschule für die Lokale Agenda 21.
Patrick Detzel: 7Jahre Ausbildungsleiter und Immobilienmarkler bei der Südwestbank AG, 5 Jahre Verkaufsleiter der WWG Wohnbau und Grundstücksgesellschaft mbH, seit 13 Jahren geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschaft Biberach eG.

17:45 Uhr

Begrüßung Prof. Dr.-Ing. Martin Becker

18:00 Uhr

Dr. Maike Sippel

„Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit – Nachhaltige Stadtentwicklung“

19:00 Uhr

Nachhaltigkeit an der Hochschule Biberach

Prof. Dr.-Ing. Roland Koenigsdorff

„Projekte zur nachhaltigen Energienutzung und Energieversorgung am Institut für Gebäude- und Energiesysteme (IGE) der Hochschule Biberach – Synergien von Forschung und Lehre“

B. Eng. Wolfgang Windt, B. Eng. Jonas Döbele, B. A. Adinda Van de Ven (Masterstudenten Gebäudeklimatik)

„Von der Wärmeschutzverordnung zum Niedrigstenergiegebäude“

Patrick Detzel (Baugenossenschaft Biberach)

„Wo die Kunst , Ökonomie, Ökologie und Soziales auszubalancieren an Grenzen stößt“

20:15 Uhr

Podiumsdiskussion „Nachhaltigkeit als Herausforderung für Städte und Gebäude“

Dr. Maike Sippel (Hochschule Konstanz), Prof. Dr.-Ing. Roland Koenigsdorff (Hochschule Biberach), Patrick Detzel (Baugenossenschaft Biberach), B. Eng. Wolfgang Windt (Hochschule Biberach)

Moderation: Dipl.-Ing. Halit Ünver (Universität Ulm, FAW/n)

21.00 Uhr

Ausklang der Veranstaltung im Foyer des Audimax

Der Hochschultag soll dem Fachmann wie dem interessierten Laien Einblicke in Möglichkeiten und Grenzen bei dem Versuch aufzeigen, den Nachhaltigkeitsgedanken in der Baubranche zu etablieren. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der nachhaltigen Stadtentwicklung und den zukünftigen Anforderungen an Gebäude. Dieses Thema wird in Zukunft eine immer größere Bedeutung bekommen,  da z.B. heute schon mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten leben. Der größte Teil des Energie- und Wasserverbrauchs, sowie der Großteil der erzeugten Treibhausgase sind den Städten zuzuschreiben. Um die weltweiten Klimaziele zu erreichen und dem demografischen Wandel gerecht zu werden, ist hier ein Umdenken notwendig, welches mit einer erzwungenen Effizienzsteigerung der Metropolen einhergeht. Das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen, ökologischen Anforderungen und sozio-kulturellen Zielen wird die Entwicklung der Metropolen und deren Gebäude in Zukunft prägen.

Der erste Hochschultag der Hochschule Biberach, welcher in Kooperation mit der Universität Ulm und dem Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW/n) stattfindet, beschäftigt sich mit dem Thema „Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit“. Die deutschlandweiten Hochschultage sollen dazu beitragen, den Nachhaltigkeitsgedanken zu verbreiten. Folgendes Zitat von Prof. Dr. Dr. F. J. Radermacher beschreibt diesen Ansatz bestens:

„Nachhaltigkeit ist grundsätzlich möglich. Man denke an eine (hypothetische) Welt mit vergleichsweise wenigen Menschen in einem Umfeld mit wenig Dynamik und einem naturnahen, einfachen Lebensstil. Die Frage ist, ob auch moderne, vielfältig entfaltete Wohlstandssysteme potentiell mit Nachhaltigkeit vereinbar sind. Ein Armutsregime planwirtschaftlichen Typs, das die Umwelt schützt und alle Menschen auf einem einheitlichen niedrigen Lebensstand platziert, kann vielleicht langfristig den Schutz der Natur mit weltweit vergleichbaren Lebensbedingungen für alle Menschen sicherstellen. Aber ist das eine Perspektive für die Zukunft? Ich bin da ambitionierter: Eine marktbasierte Wirtschaftsordnung, Nachhaltigkeit, Wohlstand für alle und Zukunftssicherung sind möglich“.