Was sind die Hochschultage Ökosoziale Marktwirtschaft & Nachhaltigkeit?

Unser gegenwärtiges Gesellschaftsmodell hat sich sowohl in ökologischer als auch in ökonomischer Hinsicht nicht als zukunftsfähig erwiesen: Schwindende Ressourcen, Klimawandel und Artensterben auf der einen Seite, internationale Finanzkrisen, steigende Staatsverschildung und der ungebrochene Anstieg sozialer Ungerechtigkeit auf der anderen Seite führen uns deutlich vor Augen, dass ein Umsteuern nötig ist. Die notwendige Debatte über eine ökologisch und sozial nachhaltige Zukunft ist inzwischen allgegenwärtig. An unseren Hochschulen und Universitäten findet sie allerdings meist noch innerhalb künstlich gezogener Grenzen statt, was die Entwicklung ganzheitlicher Ansätze wesentlich erschwert. Die Hochschultage Ökosoziale Marktwirtschaft & Nachhaltigkeit wollen diese Einschränkung überwinden und Studierenden – unabhängig von der Studienrichtung – interdisziplinäres Wissen rund um die Themen Nachhaltigkeit und Ökosoziale Marktwirtschaft vermitteln.

Das Ziel der Hochschultage

Das zentrale Ziel der Hochschultage Ökosoziale Marktwirtschaft & Nachhaltigkeit ist es, insbesondere Studierende, aber auch interessierte Akteur_innen der Zivilgesellschaft mit Themen wie der Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft, Nachhaltigkeit, Governance, Ordnungspolitik, Globalisierung, Klimaschutz, Armutsüberwindung, Weltethos, Rio +20, Green Capitalism, Green Purchasing, Social Business, Branchencodes, CSR etc. vertraut zu machen, um diese Inhalte in die Lehrpläne zu tragen, Potenziale vor Ort zu stärken, Netzwerke aufzubauen und miteinander zu verknüpfen. Neben der Vermittlung von inhaltlichem Wissen sollten Studierende zugleich motiviert werden, sich über Projekte oder Abschlussarbeiten weiter mit diesen Themenbereichen zu beschäftigen.

Wer sind die Initiatoren der Hochschultage?

Die Hochschultage Ökosoziale Marktwirtschaft & Nachhaltigkeit wurden im jahr 2010 als Gemeinschaftsprojekt von sechs Träger-Organisationen (Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME, Doktoranden-Netzwerk Nachhaltig Wirtschaften e.V., FAW/n, Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS), Global Marshall Plan Foundation und ÖSF) initiiert. Das ÖSF fusionierte im Januar 2013 mit dem FÖS, womit die Projektträger aktuell aus fünf initiierenden Organisationen bestehen. Jeder dieser fünf NGOs entsendet einene Vertreter in den Lenkungsausschuss, der für die inhaltliche und strategische Ausrichtung des Projekts verantwortlich ist.

Die operative Arbeit im Projekt wird vom Kernteam und den drei Projektbüros in Hamburg, Ulm und München geleistet. Diese Büros werden vom FAW/n, der Global Marshall Plan Foundation und dem FÖS gestellt und stehen den lokalen Organisationsteams mit Rat und Tat zur Seite. Dabei sehen die Träger ihre Rolle in erster Linie als Anstoßgeber, Erfahrungsträger und organisatorische Helfer sowie im Einbringen von Fachexpertise und insbesondere der honorarfreien Vermittlung von Referentin_innen. Die Hauptverantwortung für das Zustandekommen lokaler Aktivitäten liegt bei den lokalen Partnern. Zu unserem wichtigsten Kooperationspartnern vor Ort zählen deshalb Professoren und das Personal des akademischen Mittelbaus sowie insbesondere Hochschulgruppen, Fachschaften und Studierendeninitivativen.

Darüberhinaus betreibt das FAW/n die Hochschultage-Website und gibt das alljährliche Jahrbuch heraus. Die Global Marshall Plan Foundation stellt das Design und unterstützt damit die Erstellung von Werbematerialien für die Veranstaltungen.